Schlagwort Archiv: brandschutz

Bewegungsstudien für mehr Sicherheit für Menschen mit Behinderung

Bewegungsstudien zur Verbesserung von Brandschutz,  Rettungswegen und Evakuierungsplanung

Bild von oben: Menschen mit und ohne Behinderung gehen durch einen Parkour mit breiten und schmalen Stellen

Menschen mit und ohne Behinderung gehen im Rahmen der Bewegungsstudien durch Korridore unterschiedlicher Breite und Engstellen. (Foto: Ralf Eisenbach)

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat an im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes am 10. und 11. Juni 2017 verschiedene Bewegungsstudien mit rund 350 Personen mit und ohne Behinderung durchdurchgeführt. Dabei wurde der Einfluss von Behinderungen und genutzten Assistenzmitteln (Rollstuhl, Gehstock, Langstock etc.) in hohen Personendichten untersucht.

Weiterlesen

Räumungshelfer für soziale Einrichtungen

raeumungshelferNeue Richtlinie vom Deutschen Institut für vorbeugenden Brandschutz und der Mission Sicheres Zuhause

In sozialen Einrichtungen und Diensten ist es nicht ausreichend, Beschäftigte in der Bekämpfung von Entstehungsbränden mit tragbaren Feuerlöschern und Wandhydranten zu schulen. Zusätzlich ist es erforderlich, Beschäftigte und soweit möglich Menschen mit Betreuungsbedarf in der Menschenrettung auszubilden: Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung.

Weiterlesen

Brandschutz in Pflegeheimen

Urgemütlich – aber brandgefährlich?

Brandschutz und gute innenarchitektonische Gestaltung zum Wohlfühlen ist kein Widerspruch. Dennoch schreckt mancher Pflegeheimbetreiber zurück, sich mit dem Thema eingehender auseinander zusetzen. Dabei gibt es einen handfesten Grund, dies zu tun: Der Betreiber haftet!

Brandschutz und Pflegeeinrichtungen

Quelle: medAmbiente 2/16

Nach Einschätzung von Experten ist das Risiko, in einer Alteneinrichtung durch ein Feuer zu sterben, sechs Mal so hoch wie in einer durchschnittlichen Wohnung. Die Gründe hierfür liegen in der erhöhten Brandgefahr bei Einrichtungen mit älteren oder dementen Menschen. Abgesehen von einem teilweise leichtfertigen Umgang mit offenem Feuer, liegen die Gründe z.B. auch oft bei den veralteten technischen Geräten der Bewohner.

Weiterlesen

Mission Sicheres Zuhause

Brandschutz für Menschen mit Hilfebedarf

Rettungswege

Foto: Mission sicheres Zuhause

Die MISSION SICHERES ZUHAUSE richtet ihre nächste Fachtagung vom 22. Juni 2017 – 23. Juni 2017 als Expertenaustausch rund um den Brandschutz für Menschen mit besonderem Hilfebedarf aus. Als zusätzlichliches Angebot wird es begleitende Workshops zu den Vortragsthemen geben.

Fachtagung „Brandschutz für Menschen mit Hilfebedarf 2017“

Ort: Bürgerhaus Fischbach, Rathausplatz 3, 65779 Kelkheim (Taunus)
Datum: Donnerstag, 22. Juni 2017, 10:00 Uhr – Freitag, 23. Juni 2017 16:00 Uhr

Weiterlesen

Barrierefreie Brandschutztüren

Sicherheit und Barrierefreiheit:
Türschließer an Rauch- und Feuerschutztüren

Türschließer sind unverzichtbar für die Zulassung von Rauch- und Feuerschutztüren und gehören zu den fixen Komponenten an Eingängen von Ladengeschäften, Arztpraxen und Bürogebäuden. Sie schließen Türen von alleine zuverlässig und sicher, zum Öffnen ist aber häufig ein höherer Kraftaufwand nötig als ohne dieses Bauteil. Daher steht der Standard-Türschließer im Konflikt mit Barrierefreiheit. Neue Technologien gleichen dies aus und ermöglichen einen barrierefreien Zugang trotz Türschließer.

Sicherheits-Türschließer für Feuerschutztüren

Der Türschließer mit integrierter Rettungswegverriegelung kann auch im Nachgang aus Brandschutztüren barrierefreie Brandschutztüren machen. (Bildquelle: ASSA ABLOY)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bestätigt: Bis 2030 wird jeder dritte Bundesbürger älter als 65 Jahre sein. Deshalb treten zunehmend gesetzliche Regelungen und (inter)nationale Normen zur Barrierefreiheit in Kraft. Normen wie die DIN 18040 regeln, wie Gebäude und Umgebungen für körperlich beeinträchtigte Menschen gestaltet sein müssen und legen dabei auch konkrete Maße – zum Beispiel für Türen – fest. Tiefer ins Detail geht das europäische Leitdokument DIN SPEC 1104/ CEN TR 15894, das unter anderem fordert, manuelle Schließeinrichtungen zu verwenden, die den Widerstand ab einem Türöffnungswinkel von zwei Grad um 40 Prozent verringern.

Weiterlesen

Brandschutz und Barrierefreiheit

cover-barr-tagungsbandmit Vorträgen vom FeuerTRUTZ Brandschutzkongress 2016

Ziel des barrierefreien Bauens ist es, Gebäude und deren Umfeld so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich und nutzbar sind. Genauso wichtig ist jedoch die Frage nach dem Sicherheitskonzept im Brandfall. Denn Menschen mit Behinderungen, ältere oder pflegebedürftige Menschen sind oft nicht oder nur eingeschränkt zur Selbstrettung in der Lage. Es obliegt daher Architekten, Fachplanern, Behörden und nicht zuletzt den Feuerwehren, die Aspekte des Brandschutzes und der Barrierefreiheit in Einklang zu bringen, ohne dass ein barrierefreier Brandschutz zu völlig überzogenen Zusatzanforderungen führt. In diesem Tagungsband erläutern anerkannte Fachleute wie dies in der Praxis gelingen kann.

Weiterlesen

Barrierefreier Brandschutz

cover-barr-brandschutzMethodik – Konzepte – Maßnahmen

Dieses Buch unterstützt Sie dabei, wirtschaftlich optimierte Brandschutzmaßnahmen für Inklusionsschulen und Behinderteneinrichtungen umzusetzen. Sie erhalten eine Zusammenfassung sämtlicher aktueller Regelwerke für vergleichbare Sonderbauten sowie eine detaillierte Bewertung der Brandgefahr solcher Einrichtungen.

Behinderte, pflegebedürftige und alte Menschen sind aufgrund ihrer körperlichen und ggf. geistigen Einschränkungen im Brandfall einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Mit der Einführung einer verpflichtenden Inklusion in allen Bundesländern muss sich nun jeder Planer mit dieser Problematik auseinandersetzen.

Weiterlesen

Barrierefreiheit und Selbstrettung – Teil 3

Zurück zu Teil 2

Sichere Flucht und Rettung – Darstellung der Maßnahmen

Über die systematische Einstufung der behinderten Nutzer eines Gebäudes (s. Teil 2) lässt sich die Anzahl der benötigten Betreuer (B) ermitteln. Sie bildet die Grundlage einer Methodik für eine barrierefreie Brandschutzplanung. Die davon abgeleiteten Kennzahlen bzw. Parameter erlauben es, Schritt für Schritt zu einem schutzzielgerechten Brandschutz für Einrichtungen mit behinderten Menschen zu gelangen. Damit Brandschutzfachplaner die Parameter verstehen und anwenden können, werden die einzelnen Schritte im Folgenden bezüglich ihrer Herleitung und Funktion detailliert beschrieben.

Weiterlesen

Barrierefreiheit und Selbstrettung – Teil 2

Zurück zu Teil 1

Entwicklung von Maßnahmen für die Selbstrettung

Die Anforderungen zur Barrierefreiheit, z. B. der DIN 18040-1, des Dansk Standard 3028:2001 oder die Anforderungen im Sinne der Barrierefreiheit ermöglichen zwar, Menschen mit Behinderungen oder altersbedingt körperlichen Einschränkungen das Benutzen von Gebäuden; für die Sicherstellung einer weitgehend selbstständig durchführbaren Flucht im Brandfall genügt dies jedoch nicht. Dazu ist eine systematische Einordnung der Gebäude nach dem Anteil behinderter Nutzer ebenso notwendig wie die Beantwortung der Frage, ob diese Menschen das Gebäude nur tagsüber oder auch in der Nacht nutzen. Zusätzlich ist das Verhältnis zwischen Nutzern mit Behinderungen bzw. Einschränkungen und der möglichen Helfer zu klären. Aus diesen Analysen lassen sich Parameter für eine Systematik entwickeln, die eine Einstufung der Gebäude hinsichtlich eines barrierefreien Brandschutzes ermöglichen. Damit wird ein Verfahren geschaffen, das für jedes Gebäude mit behinderten oder körperlich eingeschränkten Nutzern einen schnellen Überblick über die für das Gebäude erforderlichen baulichen Maßnahmen zum barrierefreien Brandschutz liefert. Ein solches Verfahren wird in dieser Artikelserie vorgestellt. U. U. wird zusätzlich noch die Anwendung spezifischer Ingenieurmethoden erforderlich sein, diese sind dann aber schon Teil eines tiefergehenden funktionalen und wirtschaftlichen Optimierungsprozesses.

Weiterlesen