Wohngebäude und Wohnanlagen

Die in dieser Rubrik dargestellten Anforderungen an barrierefreie Wohnungen, Wohngebäude und Wohnanlagen orientieren sich überwiegend den DIN-Normen für barrierefreies Bauen. Wenn im Folgenden auf Normanforderungen Bezug genommen wird, handelt es sich überwiegend um Anforderungen der DIN 18040-2 „Barrierefreies Bauen, Planungsgrundlagen: Wohnungen“ (2011). Unter barrierefreien Wohnungen versteht die Norm barrierefrei nutzbare Wohnungen sowie barrierefrei und überdies uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbare Wohnungen, sogenannte R-Wohnungen.

Zukunft Gutes Wohnen 2017

Neue Konzepte und Visionen für alternde Gesellschaften

Zukunft gutes Wohnen

(Quelle: CareTRIALOG)

Die Veranstaltungsreihe Zukunft Gutes Wohnen wird 2017 fortgesetzt – in Kooperation mit dem BDIA (Bund Deutscher Innenarchitekten).

Der Veränderungsdruck aufgrund des neuen Pflegestärkungsgesetzes II (PSG) ist hoch. Neue Gesetze werden in den seltensten Fällen von allen Seiten freudig begrüßt. Oft halten sich Kritik und Zustimmung die Waage, das ist auch beim PSG nicht anders. Was bedeuten die Änderungen konkret für die stationäre Pflege und welchen Einfluss haben sie auf die Wohnungswirtschaft?
Wie sehen erfolgversprechende Wohn- und Pflegekonzepte in der Zukunft aus – ambulant wie stationär? Darauf haben Experten aus Theorie und Praxis Antworten.

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Johanniter-Quartier als Wohn- und Servicehaus

Ein junges Haus für ältere Menschen…

Hoffassade Johanniter-Quartier in Potsdam. Foto: Stefan Müller, Berlin

Hoffassade Johanniter-Quartier in Potsdam. Foto: Stefan Müller, Berlin

Das Büro von Pötting Architekten möchte dem Seniorenwohnen mit frischen Ideen und moderner Architektur ein neues Gesicht verleihen. In den letzten 15 Jahren entwarf das Büro eine Bandbreite von hochinteressanten Gebäuden, vom Pflegeheim über die stationäre Hausgemeinschaft  bis zum Servicewohnen für Senioren.

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Grundrisse fürs Leben

Barrierefreies Wohnen braucht nicht unbedingt größere Flächen

Vor allem in Ballungsgebieten steigen die Wohnkosten. Damit für breitere Bevölkerungsschichten die Mieten und Kaufpreise bezahlbar bleiben, sind deutlich kleinere Wohnungen gefragt. Demgegenüber steht der Bedarf an mehr altersgerechten Wohnungen, die nach Meinung vieler mehr Fläche benötigen. Dieses scheinbare Dilemma lässt sich jedoch leicht auflösen, wenn bei der Planung von Wohnungen grundsätzlich bestimmte Grundanforderungen berücksichtigt werden:

  • stufenlose und schwellenfreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit,
  • Bewegungsflächen, die eine Nutzung von Hilfsmitteln wie auch Assistenz ermöglichen,
  • leicht auffindbare und erkennbare Einrichtungen und Funktionsbereiche,
  • Anpassungsfähigkeit und Nachrüstbarkeit von Ausstattungen.
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Energieeffizenz und Barrierefreiheit

Barrierefrei, serviceorientiert und energieeffizient

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Dreieinhalbgeschossiger Wohnkomplex für Senioren in Kempen: Zwei weiß verputzte Zwischengebäude separieren die drei mit Klinkern verblendeten Hauptbaukörper. Das Gebäude wurde gemäß den Vorgaben der EnEV 2009 gebaut. Hoch wärmeisolierte Fenster mit Dreifach-Isolierverglasungen leisten in Kombination mit Lüftungsmodulen einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz. Foto: MM 9/16

„Wohnen mit Service“ ist ein neues Immobilienkonzept, das dem dynamischen Servicebedürfnis von Mietern im fortgeschrittenen Alter gerecht werden will. In einem Kempener Wohnpark mit Mietwohnungen für Senioren wurde diese ganzheitliche Idee vorbildlich umgesetzt. Und das auch baulich: Durch exzellente Wärmeisolation, hohen Lichteinfall sowie kontrollierte Be- und Entlüftung leisten die Kunststofffenstersysteme Schüco Corona SI 82 (Thermo 6) in Kombination mit Schüco-Vento-Therm-Lüftungsmodulen einen Beitrag zu Energieeffizienz und gutem Raumklima.

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Barrierefrei für alle Nutzergruppen?

Die „eine“ Lösung gibt es nicht!

Nutzergruppen

Optische und taktile Kennzeichnungen sind für Sehbehinderte hilfreich. Von Menschen mit Demenz werden sie dagegen oft fehlinterpretiert oder verstärken ihre Weglauftendenz. Foto: WiA Aachen

Die zahlreichen Anforderungen aus Normen, Richtlinien und Planungsempfehlungen zur Barrierefreiheit erfordern von Architekten, Planern und Bauausführenden eine bedarfsgerechte und wohldosierte Umsetzung. Eine barrierefrei gestaltete Umgebung dient allen Generationen. Darüber besteht Konsens unter den zahlreichen Professionen, die sich mit dem barrierefreien Zusammenleben aller Menschen auseinandersetzen sowie zunehmend in der Gesellschaft, die davon profitiert. Durch die Vermeidung baulicher Barrieren und die Weiterentwicklung von Universal Design und technischer Assistenz tragen immer mehr Planer und Architekten, Designer und Ingenieure dazu bei, unsere Umwelt zielgruppenübergreifend so allgemein und unabhängig nutzbar wie möglich zu gestalten.

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Komfort im Smart Home

Tür- und Torautomation im Smart Home

Öffentliche und gewerbliche Neubauprojekte kommen heute ab einer bestimmten Größenordnung und Qualitätsklasse kaum noch ohne Gebäudeautomation aus. Zum einen lassen sich moderne Heizungssysteme sowie ausgeklügelte Belüftungs-, Klimatisierungs- und Sonnenschutzsysteme kaum noch sinnvoll von Hand steuern. Zum anderen verlangen die gesteigerten Sicherheitsanforderungen Elemente wie Schließsysteme, Zutrittskontrollen oder Fluchtwegsicherungen, die von einer zentralen Gebäudeautomatik gesteuert und vom Gebäudemanager nur noch überwacht werden.

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Barrierefreie Antriebe für Fenster und Türen

Nutzen Sie Argumente für Barrierefreiheit und Komfort für Ihr Geschäft!

Antriebe für Türen und Fenster liegen voll im Trend, denn sie steigern Komfort und Wohlfühlen durch intelligente Steuerungselektronik. Aber besonders für Menschen mit Behinderung sind automatische Türen und Fenster oft der Schlüssel zu einem barrierefreien Leben. So nutzen Sie die Argumente für Barrierefreiheit und mehr Komfort für Ihr Geschäft:

Setzen Sie auf den Funkbetrieb für Antriebe

Automatische Fenster Antriebe

Bequem und sicher können die Elemente vom Smartphone aus gesteuert werden. Foto: esco

Zum barrierefreien Öffnen von Fenster und Türen sind strombetriebene Motoren notwendig, die zusammen mit der Steuereinheit und weiteren Bedieneinheiten in unmittelbarer Nähe der Elemente zu montieren sind. Eine planerische Hürde ist daher oftmals schon die Zuleitung der Stromversorgung, die beim nachträglichen Einbau Zusatzkosten und einen erhöhten Aufwand bedeuten. Unproblematisch hingegen sind die Leistungsaufnahme und Betriebsgeräusche der Motoren, die beide sehr gering sind und die keine nennenswerte Abwärme erzeugen.

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Barrierefreie Produkte – Sanitätsbedarf

Barrierefreie Produkte auf dem Vormarsch

Der demografische Wandel bringt neue Umsatzchancen für die DIY-Branche. Barrierefreie Produkte und Umbauten erhöhen den Komfort und die Sicherheit für alle Generationen.

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Baumärkte können den Abverkauf barrierefreier Produkte und Umbauten wirksam mit guter Kundeninformation unterstützen. (Foto: HSI)

Rund 38% der Hausbesitzer in Deutschland planen, bis 2016 ihr Bad zu renovieren. Das ermittelte das Ipsos-Institut für den Fachschriften-Verlag 2015. 41% der Umbaumaßnahmen am und im Haus haben ein Ziel: „Barrierefrei/altersgerecht“. Gegenüber der letzten Studie aus 2011 haben 10% mehr der Renovierungswilligen dieses Motiv angegeben. Solche Überlegungen werden durch den demografischen Wandel gefördert: Im Jahr 2030 wird jeder zweite Deutsche sein 50. Lebensjahr vollendet haben. Ein barrierefreies Bad kann unterschiedlichste Gestalt annehmen. Für eher traditionell-konservative Kunden können ganz pragmatische barrierefreie Produkte zur Nachrüstung wie Haltegriffen in Badewannen oder von Duschsitzen ausreichen. Auf diese Kunden sind Baumärkte heute gut vorbereitet. Barrierefreie Bäder können aber genauso Wellnessoasen gleichen und profitieren von großzügigen Grundrissen mit bodengleichen Duschen.

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Entwässerung mit eleganter Optik

Bodenebene Duschen setzen eine bodenebene Entwässerung vorraus. Sie vereinen Design und Barrierefreiheit und werden deshalb langfristig ein bedeutendes Marktsegment im Bereich der Badausstattung bleiben. In der Ausführungspraxis stellt der Einbau einer Duschrinne eine bedeutende Schnittstelle zwischen Sanitärinstallation und Fliesenlegerhandwerk dar. Für eine einfache Installation und sichere Nutzung sorgen durchdachte Abläufe mit vorgefertigten Dichtmanschetten. Insbesondere bei Details wie der Einbindung in die Abdichtung oder bei der Reinigungsfreundlichkeit zeigen sich die Unterschiede.

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Eine barrierefreie Dusche ist nach Umfragen unter Installationsbetrieben ein häufig genannter Kundenwunsch (Bildquelle: Geberit)

Nach aktuellen Marktdaten werden heute rund drei Viertel aller Duschen mit einer bodenebenen Duschfläche ausgeführt. Wie die Ergebnisse einer Umfrage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VdS e.V.) zeigen, verbinden 72 Prozent der Befragten ihre Erwartungen an ein barrierefreies Bad mit einer bodenebenen Dusche.
In der modernen Badgestaltung hat sich die bodenebene Dusche mittlerweile zum Standard etabliert. Kunden wünschen sich für ihr Bad einen großzügigen Duschplatz ohne Einstiegsschwelle, der in Verbindung mit einer eleganten Glas-Duschwand den gewünschten Duschkomfort bietet. Insgesamt erwartet der Haus- oder Wohnungseigentümer sowohl eine ansprechende Optik als auch eine einfache Reinigung der gesamten Dusche.

Kostenlose Arbeitshilfe zur DIN 18040

Konsolidierte Fassung:
DIN 18040 + länderspezifische Vorgaben der Eingeführten Technischen Baubestimmungen und der Landesbauordnungen

DIN 18040 Arbeitshilfe

Die DIN 18040 Teil 1 und 2 regeln die Barrierefreiheit von öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie deren Außenanlagen (Teil 1) und von Wohnungen (Teil 2). In den einzelnen Bundesländern werden die Anforderungen der Norm durch detaillierte länderspezifische Vorgaben oder Einschränkungen in den Eingeführten Technischen Baubestimmungen sowie den Bauordnungen ergänzt.

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