Schlagwort Archiv: wohnungen

Barrieren abbauen – Musterwohnung in Hofheim

Selbstbestimmtes Leben – die HWB zeigt, was möglich ist!

barrierefreie unterfahrbare Küchenzeile

Unterfahrbare Arbeitsflächen in der Küche (Quelle: HWB)

In Hofheim am Tanus wurde von der Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB) eine inklusive Musterwohnung ausgestattet, die auf reges Interesse stößt. Die Bestandswohnung ist im Rahmen der Modellregion Inklusion als Teil des Aktionsplanes des Landes Hessen umgebaut worden und wurde komplett von der HWB finanziert. Seit November 2016 kann die komplett eingerichtete Wohnung besichtigt werden. Das Angebot wird von Vermietern, Handwerker und Architekten, aber auch von Behindertenbeiräten, Seniorenberatungen, Sozialarbeitern und anderen Wohnungsbauunternehmen rege genutzt. Die Wohnung wurde nicht nur im Hinblick auf mobilitätseingeschränkte Menschen gestaltet, sondern auch visuelle, akustische oder kognitive Einschränkungen wurden berücksichtigt. Gezeigt werden neben baulichen Maßnahmen, wie z. B. einer außen liegenden Rampe, einem barrierefreien Bad oder breiten Türen, auch Ausstattungs- und Möblierungslösungen wie kontrastreich gestaltetete Lichtschalter, per Tablet-PC steuerbare Smart-Home-Lösungen sowie höhenverstellbare oder ausziehbare Schranksysteme.

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Fördermittel zur Reduzierung baulicher Barrieren in NRW

Barrierereduzierung im Wohnungsbestand auch außerhalb DIN 18040-2 förderfähigWappen NRW

Im Januar 2017 wurden die Förderrichtlinien für Baumaßnahmen im Bestand u.a. zugunsten der Barrierefreiheit geändert.: „[…] Die Modernisierung des Bestands, insbesondere im Hinblick auf die Reduzierung von Barrieren und die Verbesserung der Sicherheit am und im Gebäude, bleibt ein weiteres wichtiges wohnungspolitisches Ziel, um für alle Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Wohnqualitäten zu schaffen, die ein Wohnen mit Komfort in allen Lebenslagen und in jedem Alter ermöglichen. […]“
Die einzelnen baulichen Maßnahmen werden dabei in der Richtlinie detailliert benannt. Ausdrücklich möglich ist auch eine Förderung von barrierereduzierenden Maßnahmen außerhalb der DIN 18040-2, wenn die Einhaltung der DIN-Vorgaben technisch nicht oder nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich ist, was im Bestand sehr häufig der Fall ist. Nötig ist dann allerdings eine entsprechende Begründung.
Der nachfolgende Auszug des Erlasses zeigt die förderfähige Maßnahmen. Die aktuellen Änderungen wurden zur besseren Übersicht grün gekennzeichnet. 

Richtlinie zur Förderung von investiven Maßnahmen im Bestand in Nordrhein-Westfalen (RL BestandsInvest)

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Altersgerechte Bäder – komfortabel und trotzdem chic

Gutes Design macht Barrierefreiheit unsichtbar: Tipps zur Ausstattung altersgerechter Bäder

barrierfreies Baddesign

Elegantes und trotzdem barrierfreies Baddesign (Quelle: Keramag)

In den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter leben, das wünschen sich die meisten Menschen. Dem Bad kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn die eigenständige Körperpflege ist die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Leider haftet dem barrierefreien Bad noch immer das Image eines Krankenhausbades an. Zu Unrecht, denn viele Sanitärkeramiken und Möbel verbergen ihre Barrierefreiheit mit viel Geschick hinter einem guten Design.

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Grundrisse fürs Leben

Barrierefreies Wohnen braucht nicht unbedingt größere Flächen

Vor allem in Ballungsgebieten steigen die Wohnkosten. Damit für breitere Bevölkerungsschichten die Mieten und Kaufpreise bezahlbar bleiben, sind deutlich kleinere Wohnungen gefragt. Demgegenüber steht der Bedarf an mehr altersgerechten Wohnungen, die nach Meinung vieler mehr Fläche benötigen. Dieses scheinbare Dilemma lässt sich jedoch leicht auflösen, wenn bei der Planung von Wohnungen grundsätzlich bestimmte Grundanforderungen berücksichtigt werden:

  • stufenlose und schwellenfreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit,
  • Bewegungsflächen, die eine Nutzung von Hilfsmitteln wie auch Assistenz ermöglichen,
  • leicht auffindbare und erkennbare Einrichtungen und Funktionsbereiche,
  • Anpassungsfähigkeit und Nachrüstbarkeit von Ausstattungen.
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Wohnungsbau

Altenwohnungen – in Bayern kein Sonderbau

Urteil des VGH München

Gemäß Art. 2 Abs. 4 Nr. 20 BayBO spricht nichts dagegen, den Begriff des Wohnens, wie im Baugesetzbuch und in der Baunutzungsverordnung wie folgt zu sehen: als eine auf Dauer angelegte Häuslichkeit, Eigengestaltung der Haushaltsführung und des häuslichen Wirkungskreises sowie Freiwilligkeit des Aufenthalts.

Der Sachverhalt

Die Klägerin wendete sich gegen eine Baugenehmigung für die Errichtung einer Außentreppe als zweiten baulichen Rettungsweg und die Verpflichtung zu deren fristgerechter Errichtung. Ursprünglich hatte die beklagte Bauaufsicht der Klägerin eine Baugenehmigung für einen Wohnungsbau erteilt, der im Betreff des Baubescheides als „Bau einer Wohnanlage (§ 29 WEG) mit auch altengerechten Wohnungen“ bezeichnet wurde. Dieses Bauvorhaben bestand aus zwei Baukörpern. Nur in einem wurden die Wohnungen als Altenwohnungen bezeichnet. Für beide Baukörper war in der ursprünglichen Baugenehmigung jeweils eine Außentreppe dargestellt. Bei einer Baustellenkontrolle stellte die Bauaufsicht fest, dass die in dem Baukörper ohne Altenwohnungen vorgesehene Außentreppe nicht ausgeführt wurde.

Barrierefreie Wohnungen

Grundriss eines Einfamilienhauses mit separatem Erschließungstrakt (Quelle: Zeichnung Jacques Kohler)

Grundriss eines Einfamilienhauses mit separatem Erschließungstrakt (Quelle: Zeichnung Jacques Kohler)

Eine entscheidende Qualität des Grundrisses einer barrierefreien Wohnung besteht in der flexiblen Nutzbarkeit der Räume. Wird z. B. bei einem Ehepaar ein Partner pflegebedürftig, ist es wichtig, ein Zimmer zum Pflegezimmer gestalten zu können und gleichzeitig dem gesünderen Partner noch genügend Entfaltungsmöglichkeiten in der Wohnung zu lassen. Solche flexiblen Wohnungsgrundrisse wurden in den 1990er-Jahren in Modellprojekten des geförderten Wohnungsbaus für alleinerziehende Frauen entwickelt und haben sich in der Praxis gut bewährt.

Barrierefreie Wohnungen

Barrierefreie Wohnräume

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Bauen für ältere Menschen

Bauen für ältere MenschenWohnformen – Planung – Gestaltung – Beispiele

Bauen für ältere Menschen zeigt die verschiedenen Wohn- und Betreuungsformen: Von individuellen Wohnformen bis hin zu stationären Pflegeheimen. Dabei werden sowohl die Organisation als auch die Gestaltung einzelner Räume und Nutzungsbereiche erläutert.

Konkrete Tipps und Ausführungsdetails helfen bei der Planung von Erschließungszonen, Aufenthaltsbereichen, Wohnräumen, Bädern und Außenanlagen, aber auch bei der detaillierten Gestaltung von Fenstern, Türen, Treppen und anderen Bauteilen.

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