Schlagwort Archiv: Schulbau

Interview – Raum für Inklusion in Schulen

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Man darf nicht davon ausgehen, dass „der typische Behinderte“ im Rollstuhl sitzt und dass die räumliche Anpassung lediglich eine neue Rampe und ein Behinderten-WC bedeutet. Baulich wie pädagogisch muss die Regelschule sich einiges von der ehemaligen Sonderschule abgucken. Elke Maria Alberts von alberts.architekten BDA im Interview zum Thema Inklusion und Schulbau.

Redaktion Schulbau Magazin: Frau Alberts, das Wort Inklusion erobert allmählich unsere Kommunikation – was ist eine inklusive Schule?

Elke Maria Alberts: Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten ein weltweit einzigartiges Sonderschulsystem geleistet, Kinder mit Behinderungen wurden aus dem Regelschulbetrieb herausgehalten. Eine inklusive Schule ist eine, die Kindern mit Behinderungen vollständige Teilhabe am schulischen Leben ermöglicht. Eine erfolgreiche Schullaufbahn ist ja die Grundlage für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In eine inklusive Schule gehen Kinder und Jugendliche mit und ohne den Stempel „Behinderung“, hier werden Mädchen und Jungen nach ihren individuellen Bedürfnissen gefördert.

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Qualität im inklusiven Schulbau

Abschied von Förderschulen birgt architektonischen Rückschritt

inklusiver Schulbau

Ein warm und einladend gestalteter Bereich der Mamre-Patmos-Schule in Bielefeld Foto: Peter Wehowsky

Die meisten Förderschulen, besonders die für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen sind hervorragend ausgestattet. Sie bieten Kindern und Jugendlichen ein angemessenes Umfeld und dieses beschränkt sich eben nicht nur auf ein paar zusätzliche Behindertentoilletten. Außerdem bieten sie Fläche zum Spielen, Toben, Kochen und Basteln. Flure sind in spannendes Licht gehüllt und drücken Wärme aus. Diese Schulgebäude aufzugeben, bedeutet Qualität zu verlieren. Viele Kinder werden also architektonisch einen Rückschritt erleben

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Barrierefreie Schulen

Soziale Inklusion durch bauliche Gestaltung an Schulen

Pädagogische Architektur

positives Beispiel eines Schulgebäudes für Inklusion in Schulen

Schulgebäude der Mamre-Patmos-Schule in Bielefeld. Foto: Peter Wehowsky

„Das müsste Standard sein für alle Schulen!“ Diese Bemerkung fällt oft, wenn Besucher dieser Schule die pädagogisch durchdachte Architektur und die freundliche und anregende Farbgestaltung wahrnehmen. „So hätte ich mir meine Schule gewünscht“ – Sätze wie diesen hört man häufig bei Führungen durch das Gebäude. Solche Aussagen weisen darauf hin, dass das Schulhaus mit seinen Räumen, Fluren und Flächen ein wichtiger Faktor für das Lernen und die Inklusion ist.

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