Notruf-App: Hilfe ohne Sprachbarrieren

Notruf auf Knopfdruck: Mit neuer App ohne Sprachbarrieren Hilfe holen

Wenn in Notfällen niemand in der Nähe ist, hilft eine Notruf-App dabei, ohne Sprachbarriere per Knopfdruck Hilfe zu holen. Dadurch wird eine neue Qualität bei der Notfallabsicherung erreicht, denn mit der App „HandHelp – Life Care“ ist es möglich, über ein Smartphone ohne den Einsatz von Sprache einen zuverlässigen Notruf abzusetzen, der die Kollegen, die Vorgesetzten und Rettungskräfte alarmiert und gleichzeitig die GPS-Daten des Hilfsbedürftigen an die Notfallstelle übermittelt.

Notruf-app

Über die Notruf-App „HandHelp“ kann man per Knopfdruck Hilfe alarmieren, wenn man in eine Notfallsituation gerät und niemand in der Nähe ist, der Erste Hilfe leisten kann. Foto: App-Sec-Network UG

Das Besondere an der App ist die Möglichkeit, Personen zu benennen, die im Notfall automatisch benachrichtigt werden sollen. Zum Beispiel Angehörige oder die ausgebildeten Ersthelfer oder Sicherheitsbeauftragten der Firma. Bis zu fünf Vertrauenspersonen erhalten im Notfall eine SMS mit den wichtigsten Informationen. Die SMS informiert darüber, wer den Notfall hat, teilt den Standort, das Datum und die Uhrzeit mit. Per E-Mail kann die App zusätzlich eine Foto- und Ton-/Sprachdokumentation mit den vom Nutzer freiwillig hinterlegten persönlichen und gesundheitsrelevanten Daten übermitteln.

Es gibt zwei verschiedene Notruf-Tasten:

Die blaue Taste („Polizei“) ist zu betätigen, wenn eine Notfall-Meldung an die Polizei weitergeleitet werden soll. Die rote Taste („Notarzt“) ist zu betätigen, wenn eine Notfall-Meldung an die Feuerwehr (Rettungsdienste) weitergeleitet werden soll. Außerdem kann man noch auswählen, ob man selbst betroffen ist, oder ob eine andere Person Hilfe benötigt. Welche der vier Optionen auch genutzt wird: In jedem Fall werden automatisch die vom Nutzer selbst in der App hinterlegten Vertrauenspersonen und optionale Notfall-Zentralen nach automatisierten Textvorgaben benachrichtigt. Per SMS, Voice-SMS und/oder E-Mail.
Um die App zu nutzen, muss man sie auf ein Smartphone laden und man muss am Ort des Notfalls natürlich ein Mobilfunknetz haben.

Praxis-Tipp: Die App in Betrieb nehmen

Wer die App geladen hat, kann sich ein Schulungsvideo auf der Webseite www.notruf-app.eu anschauen. Dort erfährt man, wie man die Notruf-App mit seinen eigenen SOS-Daten und mit den Kontaktdaten der Ansprechpersonen versieht. Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit ist es möglich und sinnvoll, einen Test-Alarm abzusetzen.

migAbo-BannerQuelle: markt in GRÜN | 08/2016