Barrierefreie Räume und Bauteile

Die Normenreihe 18040 ist für die barrierefreie Gestaltung einzelner Räume und Bauteile im Neubau anzuwenden. Beim Bauen im Bestand sollte sie sinngemäß angewendet werden. Dieser Rubrik zeigt Lösungen für einzelne Nutzungsbereiche, u. a. Bäder und Eingangsbereiche, sowie Bauteile wie Türen, Treppen etc.

Altersgerechte Bäder – komfortabel und trotzdem chic

Gutes Design macht Barrierefreiheit unsichtbar: Tipps zur Ausstattung altersgerechter Bäder

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Elegantes und trotzdem barrierfreies Baddesign (Quelle: Keramag)

In den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter leben, das wünschen sich die meisten Menschen. Dem Bad kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn die eigenständige Körperpflege ist die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Leider haftet dem barrierefreien Bad noch immer das Image eines Krankenhausbades an. Zu Unrecht, denn viele Sanitärkeramiken und Möbel verbergen ihre Barrierefreiheit mit viel Geschick hinter einem guten Design.

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Schwellenlose Übergänge

Schwellenlose Außentüren mit doppelten Magnetdichtungen

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Die Andichtungen der Magnet-Doppeldichtungen bieten nachhaltige Systemdichtheit. Die „sehr detaillierten Überlegungen“ zur Lösung der Anschlussproblematik zwischen Außentür und Leibung werden im Forschungsbericht „Schadensfreie niveaugleiche Türschwellen“ empfohlen. Zeichnung: www.alumat.de

Nullschwellen sind in Zeiten von demografischem Wandel und Inklusion unverzichtbar geworden. Der Arbeitsschutz definiert bereits 4 mm als Stolpergefahr (ASR A1.5/1,2) und in der Pflege gilt es jede Sturzgefahr durch Kanten und Ecken im Fußboden zu vermeiden. Magnet-Doppeldichtung ermöglichen eine schwellenfreie Ausführung für Hauseingänge sowie Terrassen- und Balkonzugänge und bieten durch einen hohen Vorfertigungsgrad und vereinfachte Montage viele Vorteile. Nullschwellen mit Magnet-Doppeldichtungen entsprechen dabei dem geforderten Universal Design des Gesetzes zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung (Bundesgesetzblatt 2008) und ermöglichen einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen. Störende Türschwellen zwischen 1-2 cm oder gar 5-15 cm werden dadurch überflüssig.

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Energieeffizenz und Barrierefreiheit

Barrierefrei, serviceorientiert und energieeffizient

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Dreieinhalbgeschossiger Wohnkomplex für Senioren in Kempen: Zwei weiß verputzte Zwischengebäude separieren die drei mit Klinkern verblendeten Hauptbaukörper. Das Gebäude wurde gemäß den Vorgaben der EnEV 2009 gebaut. Hoch wärmeisolierte Fenster mit Dreifach-Isolierverglasungen leisten in Kombination mit Lüftungsmodulen einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz. Foto: MM 9/16

„Wohnen mit Service“ ist ein neues Immobilienkonzept, das dem dynamischen Servicebedürfnis von Mietern im fortgeschrittenen Alter gerecht werden will. In einem Kempener Wohnpark mit Mietwohnungen für Senioren wurde diese ganzheitliche Idee vorbildlich umgesetzt. Und das auch baulich: Durch exzellente Wärmeisolation, hohen Lichteinfall sowie kontrollierte Be- und Entlüftung leisten die Kunststofffenstersysteme Schüco Corona SI 82 (Thermo 6) in Kombination mit Schüco-Vento-Therm-Lüftungsmodulen einen Beitrag zu Energieeffizienz und gutem Raumklima.

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Barrierefrei für alle Nutzergruppen?

Die „eine“ Lösung gibt es nicht!

Nutzergruppen

Optische und taktile Kennzeichnungen sind für Sehbehinderte hilfreich. Von Menschen mit Demenz werden sie dagegen oft fehlinterpretiert oder verstärken ihre Weglauftendenz. Foto: WiA Aachen

Die zahlreichen Anforderungen aus Normen, Richtlinien und Planungsempfehlungen zur Barrierefreiheit erfordern von Architekten, Planern und Bauausführenden eine bedarfsgerechte und wohldosierte Umsetzung. Eine barrierefrei gestaltete Umgebung dient allen Generationen. Darüber besteht Konsens unter den zahlreichen Professionen, die sich mit dem barrierefreien Zusammenleben aller Menschen auseinandersetzen sowie zunehmend in der Gesellschaft, die davon profitiert. Durch die Vermeidung baulicher Barrieren und die Weiterentwicklung von Universal Design und technischer Assistenz tragen immer mehr Planer und Architekten, Designer und Ingenieure dazu bei, unsere Umwelt zielgruppenübergreifend so allgemein und unabhängig nutzbar wie möglich zu gestalten.

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Komfort im Smart Home

Tür- und Torautomation im Smart Home

Öffentliche und gewerbliche Neubauprojekte kommen heute ab einer bestimmten Größenordnung und Qualitätsklasse kaum noch ohne Gebäudeautomation aus. Zum einen lassen sich moderne Heizungssysteme sowie ausgeklügelte Belüftungs-, Klimatisierungs- und Sonnenschutzsysteme kaum noch sinnvoll von Hand steuern. Zum anderen verlangen die gesteigerten Sicherheitsanforderungen Elemente wie Schließsysteme, Zutrittskontrollen oder Fluchtwegsicherungen, die von einer zentralen Gebäudeautomatik gesteuert und vom Gebäudemanager nur noch überwacht werden.

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Der Einfluss von Räumen auf ihre Nutzer

Können Räume heilen? Ein Ja in fünf Thesen!

  1. Es gibt Räume, die krank machen – also gibt es auch Räume, die gesund machen.
  2. In der Natur gibt es Wüsten und Bäche; in der Architektur Tiefgaragen und Lofts.
  3. Räume haben Tugenden (nach Botton), darunter solche mit heilender Wirkung.

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    Individuell eingerichtetes Zimmer eines Pflegeheims. (Entnommen aus „Bauen für ältere Menschen“)

  4. Heilende Räume fördern die Aktivitäten des täglichen Lebens (nach Juchli), wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, die dem Zweck und der Situation entsprechen.
  5. Heilende Räume entstehen auf der Basis der Wahrnehmung von Wirklichkeit (nach Mies van der Rohe), durch einen Prozess von Partizipation und Wertschätzung – von und für Patienten, Heilpersonal und Besucher.
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Barrierefreie Antriebe für Fenster und Türen

Nutzen Sie Argumente für Barrierefreiheit und Komfort für Ihr Geschäft!

Antriebe für Türen und Fenster liegen voll im Trend, denn sie steigern Komfort und Wohlfühlen durch intelligente Steuerungselektronik. Aber besonders für Menschen mit Behinderung sind automatische Türen und Fenster oft der Schlüssel zu einem barrierefreien Leben. So nutzen Sie die Argumente für Barrierefreiheit und mehr Komfort für Ihr Geschäft:

Setzen Sie auf den Funkbetrieb für Antriebe

Automatische Fenster Antriebe

Bequem und sicher können die Elemente vom Smartphone aus gesteuert werden. Foto: esco

Zum barrierefreien Öffnen von Fenster und Türen sind strombetriebene Motoren notwendig, die zusammen mit der Steuereinheit und weiteren Bedieneinheiten in unmittelbarer Nähe der Elemente zu montieren sind. Eine planerische Hürde ist daher oftmals schon die Zuleitung der Stromversorgung, die beim nachträglichen Einbau Zusatzkosten und einen erhöhten Aufwand bedeuten. Unproblematisch hingegen sind die Leistungsaufnahme und Betriebsgeräusche der Motoren, die beide sehr gering sind und die keine nennenswerte Abwärme erzeugen.

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Barrierefreie Produkte – Sanitätsbedarf

Barrierefreie Produkte auf dem Vormarsch

Der demografische Wandel bringt neue Umsatzchancen für die DIY-Branche. Barrierefreie Produkte und Umbauten erhöhen den Komfort und die Sicherheit für alle Generationen.

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Baumärkte können den Abverkauf barrierefreier Produkte und Umbauten wirksam mit guter Kundeninformation unterstützen. (Foto: HSI)

Rund 38% der Hausbesitzer in Deutschland planen, bis 2016 ihr Bad zu renovieren. Das ermittelte das Ipsos-Institut für den Fachschriften-Verlag 2015. 41% der Umbaumaßnahmen am und im Haus haben ein Ziel: „Barrierefrei/altersgerecht“. Gegenüber der letzten Studie aus 2011 haben 10% mehr der Renovierungswilligen dieses Motiv angegeben. Solche Überlegungen werden durch den demografischen Wandel gefördert: Im Jahr 2030 wird jeder zweite Deutsche sein 50. Lebensjahr vollendet haben. Ein barrierefreies Bad kann unterschiedlichste Gestalt annehmen. Für eher traditionell-konservative Kunden können ganz pragmatische barrierefreie Produkte zur Nachrüstung wie Haltegriffen in Badewannen oder von Duschsitzen ausreichen. Auf diese Kunden sind Baumärkte heute gut vorbereitet. Barrierefreie Bäder können aber genauso Wellnessoasen gleichen und profitieren von großzügigen Grundrissen mit bodengleichen Duschen.

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Entwässerung mit eleganter Optik

Bodenebene Duschen setzen eine bodenebene Entwässerung vorraus. Sie vereinen Design und Barrierefreiheit und werden deshalb langfristig ein bedeutendes Marktsegment im Bereich der Badausstattung bleiben. In der Ausführungspraxis stellt der Einbau einer Duschrinne eine bedeutende Schnittstelle zwischen Sanitärinstallation und Fliesenlegerhandwerk dar. Für eine einfache Installation und sichere Nutzung sorgen durchdachte Abläufe mit vorgefertigten Dichtmanschetten. Insbesondere bei Details wie der Einbindung in die Abdichtung oder bei der Reinigungsfreundlichkeit zeigen sich die Unterschiede.

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Eine barrierefreie Dusche ist nach Umfragen unter Installationsbetrieben ein häufig genannter Kundenwunsch (Bildquelle: Geberit)

Nach aktuellen Marktdaten werden heute rund drei Viertel aller Duschen mit einer bodenebenen Duschfläche ausgeführt. Wie die Ergebnisse einer Umfrage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VdS e.V.) zeigen, verbinden 72 Prozent der Befragten ihre Erwartungen an ein barrierefreies Bad mit einer bodenebenen Dusche.
In der modernen Badgestaltung hat sich die bodenebene Dusche mittlerweile zum Standard etabliert. Kunden wünschen sich für ihr Bad einen großzügigen Duschplatz ohne Einstiegsschwelle, der in Verbindung mit einer eleganten Glas-Duschwand den gewünschten Duschkomfort bietet. Insgesamt erwartet der Haus- oder Wohnungseigentümer sowohl eine ansprechende Optik als auch eine einfache Reinigung der gesamten Dusche.

Ausstattungs- und Möblierungselemente

Barrierefrei im öffentlichen Raum

Ausstattungs- und Möblierungselemente: orientierungstafel Hbf Berlin

Beispiel für ein taktil wahrnehmbares Ausstattungselement: Die untere Begrenzung befindet sich nicht höher als 15 cm über dem Boden.

Der öffentliche Raum ist mit zahllosen Ausstattungs- und Möblierungselementen versehen. Hierunter fallen z. B. Sitzbänke, Mülleimer, Briefkästen oder auch Fahrradständer.

 

Unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit dürfen diese einerseits kein Hindernis darstellen, andererseits müssen sie aber auch zugänglich, nutzbar und erkennbar sein, sofern sie unmittelbar der selbstständigen Nutzung des Verkehrsraumes dienen. Dementsprechend schreibt DIN 18040-3 vor, dass auf für den Fußgängerverkehr unmittelbar vorgesehenen Wegen und Flächen Elemente dieser Art nicht angeordnet werden dürfen.

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