Öffentliche Gebäude

Die in dieser Rubrik dargestellten Anforderungen an barrierefreie öffentliche Gebäude orientieren sich überwiegend an den Vorgaben der DIN-Normen für barrierefreies Bauen. Wenn im Folgenden auf Normanforderungen Bezug genommen wird, handelt es sich in der Regel um Anforderungen der DIN 18040-1 „Barrierefreies Bauen, Planungsgrundlagen: Öffentlich zugängliche Gebäude“ (2010).

Interview – Raum für Inklusion in Schulen

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Man darf nicht davon ausgehen, dass „der typische Behinderte“ im Rollstuhl sitzt und dass die räumliche Anpassung lediglich eine neue Rampe und ein Behinderten-WC bedeutet. Baulich wie pädagogisch muss die Regelschule sich einiges von der ehemaligen Sonderschule abgucken. Elke Maria Alberts von alberts.architekten BDA im Interview zum Thema Inklusion und Schulbau.

Redaktion Schulbau Magazin: Frau Alberts, das Wort Inklusion erobert allmählich unsere Kommunikation – was ist eine inklusive Schule?

Elke Maria Alberts: Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten ein weltweit einzigartiges Sonderschulsystem geleistet, Kinder mit Behinderungen wurden aus dem Regelschulbetrieb herausgehalten. Eine inklusive Schule ist eine, die Kindern mit Behinderungen vollständige Teilhabe am schulischen Leben ermöglicht. Eine erfolgreiche Schullaufbahn ist ja die Grundlage für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In eine inklusive Schule gehen Kinder und Jugendliche mit und ohne den Stempel „Behinderung“, hier werden Mädchen und Jungen nach ihren individuellen Bedürfnissen gefördert.

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Qualität im inklusiven Schulbau

Abschied von Förderschulen birgt architektonischen Rückschritt

inklusiver Schulbau

Ein warm und einladend gestalteter Bereich der Mamre-Patmos-Schule in Bielefeld Foto: Peter Wehowsky

Die meisten Förderschulen, besonders die für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen sind hervorragend ausgestattet. Sie bieten Kindern und Jugendlichen ein angemessenes Umfeld und dieses beschränkt sich eben nicht nur auf ein paar zusätzliche Behindertentoilletten. Außerdem bieten sie Fläche zum Spielen, Toben, Kochen und Basteln. Flure sind in spannendes Licht gehüllt und drücken Wärme aus. Diese Schulgebäude aufzugeben, bedeutet Qualität zu verlieren. Viele Kinder werden also architektonisch einen Rückschritt erleben

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Barrierefreie Schulen

Soziale Inklusion durch bauliche Gestaltung an Schulen

Pädagogische Architektur

positives Beispiel eines Schulgebäudes für Inklusion in Schulen

Schulgebäude der Mamre-Patmos-Schule in Bielefeld. Foto: Peter Wehowsky

„Das müsste Standard sein für alle Schulen!“ Diese Bemerkung fällt oft, wenn Besucher dieser Schule die pädagogisch durchdachte Architektur und die freundliche und anregende Farbgestaltung wahrnehmen. „So hätte ich mir meine Schule gewünscht“ – Sätze wie diesen hört man häufig bei Führungen durch das Gebäude. Solche Aussagen weisen darauf hin, dass das Schulhaus mit seinen Räumen, Fluren und Flächen ein wichtiger Faktor für das Lernen und die Inklusion ist.

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„Alleskönner“: Automatik-Schiebetüren

Komfortabel geschoben – Lohnend montiert

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Automatik-Schiebetüren werden häufig in Ein- und Durchgängen eingesetzt.

Automatische Schiebetür-Systeme werden für Komfort und Barrierefreiheit immer beliebter. Zertifizierte Metallbauer finden in Montage und Inbetriebnahme ein lohnendes Betätigungsfeld.Vielfach müssen Türen in öffent­lichen Gebäuden nicht mehr selbstständig betätigt werden. Auto­matik-Schiebetüren öffnen sich, sobald sich eine Person nähert, ermöglichen einen komfortablen Durchgang und schließen danach wieder. Bei der Planung von öffentlichen Gebäuden spielt außerdem die Vermeidung baulicher Barrieren eine wichtige Rolle. Automatik-Schiebetüren eignen sich somit vor allem für die Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden. Zusätzlich schwenken die Türflügel nicht in Richtung der Nutzer aus, sondern geben die komplette Durchgangsbreite frei, da die Türflügel platzsparend vor oder in die Wand laufen.

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Kostenlose Arbeitshilfe zur DIN 18040

Konsolidierte Fassung:
DIN 18040 + länderspezifische Vorgaben der Eingeführten Technischen Baubestimmungen und der Landesbauordnungen

DIN 18040 Arbeitshilfe

Die DIN 18040 Teil 1 und 2 regeln die Barrierefreiheit von öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie deren Außenanlagen (Teil 1) und von Wohnungen (Teil 2). In den einzelnen Bundesländern werden die Anforderungen der Norm durch detaillierte länderspezifische Vorgaben oder Einschränkungen in den Eingeführten Technischen Baubestimmungen sowie den Bauordnungen ergänzt.

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Barrierefreie Arbeitsstätten

Technische Regeln für Arbeitsstätten – ASR V3a.2

Die Anforderungen an Arbeitsstätten werden in der Arbeitsstättenverordnung geregelt und in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) weiter konkretisiert. Die barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten ist in einer eigenen ASR geregelt: Die ASR V3a.2 und deren Anhänge enthalten dazu ergänzende Anforderungen über die einzelne ASR hinaus. Die ASR V3a.2 wurde zuletzt geändert mit GMBI 2017. Bezüglich der Barrierefreiheit gibt es jedoch keine inhaltlichen, sondern lediglich formale Änderungen. So wurde beispielweise der Anhang A3.4/3 umbenannt in A3.4/7 und das Wort „Arbeitshygiene“ durch „Hygiene“ ersetzt.
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Nach ASR V3a.2 ergibt sich das „Erfordernis nach barrierefreier Gestaltung … immer dann, wenn Menschen mit Behinderungen beschäftigt werden. … Es sind die Bereiche der Arbeitsstätte barrierefrei zu gestalten, zu denen die Beschäftigten mit Behinderungen Zugang haben müssen.“ Sind Arbeitsstätten oder deren Teilbereiche öffentlich zugänglich, gilt neben der Arbeitsstättenverordnung auch die DIN 18040-1. Bereiche mit Publikumsverkehr gelten dann als öffentlich zugängliche Gebäude, z. B. Verwaltungs- oder Bürogebäude mit Publikumsverkehr.

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Barrierefreie öffentlich zugängliche Gebäude

Als öffentlich zugängliche Gebäude werden die Gebäude bezeichnet, die von einer Vielzahl von Menschen aufgesucht werden. Dazu gehören insbesondere Einrichtungen des Kultur- und Bildungswesens, Sport- und Freizeitstätten, Einrichtungen des Gesundheitswesens, Büro-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude, Verkaufs- und Gaststätten, Stellplätze, Garagen und Toilettenanlagen.

Barrierefreie Erschließung öffentlich zugänglicher Gebäude

Barrierefreie Erschließung öffentlich zugänglicher Gebäude

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