2.2017 Themenheft „Barrierefrei planen & bauen“

Ausgabe 2.2017 – Jetzt kostenlos als E-Paper lesen!

Pfeil zum E-Paper Barrierefrei planen & bauenDas Themenheft „Barrierefrei planen & bauen“ vermittelt übergreifendes Praxiswissen zur barrierefreien und demografiefesten Gestaltung im Neubau und Bestand. Es liefert Planungshilfen, stellt Produkte vor und zeigt anhand von Objektberichten, dass Barrierefreiheit nicht zu Lasten von Kosten und Design gehen muss.

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Preisverleihung Brandschutz des Jahres

Neue Kategorie: Brandschutz und Barrierefreiheit

Wir suchen vorbildliche Brandschutzkonzepte, die auch die besonderen Anforderungen von Menschen mit Behinderung berücksichtigen. Ab sofort können Sie sich für die Auszeichnung „Brandschutz des Jahres“ bewerben. Der Preis in der neuen Kategorie „Brandschutz und Barrierefreiheit“ wird in Kooperation von FeuerTRUTZ Network und dem Geschäftsfeld Barrierefreies Bauen der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller ausgelobt. In den nachfolgenden Kategorien können Sie sich mit Ihrem Brandschutzkonzept bewerben:

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Urteil zur Barrierefreiheit #5 – Unverhältnismäßiger Mehraufwand

Barrierefreier Zugang bei Umnutzung: Sind 20 % Mehrkosten für den Einbau eines Plattformaufzuges unverhältnismäßig?

Logo Rubrik Urteile: §-SymbolDas Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt hat am 16. Dezember 2010 klar gestellt: „öffentlich zugänglich“ im Sinne der Bauordnung bedeutet, dass die Anlage grundsätzlich der „Allgemeinheit“ zugänglich sein muss. Auch wenn nur ein Teil der Allgemeinheit auf die Benutzung angewiesen oder an ihrer Benutzung interessiert ist, muss ein solches Gebäude demnach barrierefrei zugänglich sein. Im Sinne einer Faustformel sind Zusatzinvestitionen für die Barrierefreiheit  bis zu 20 % Mehrkosten zumutbar.

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Nachgehakt in Köln: Rampe fertig gestellt

Auf verschlungenen Pfaden ganz nach oben

Blick vom Tiefhof hoch zur geschwungenen Rampe (Foto: Tanja Buß)

Eine neue Rampe verbindet den botanischen Garten direkt mit der Caféterrasse der Flora und überwindet dabei einen Höhenunterscheid von 2,50 m. Die Rampenanlage besteht zunächst aus einem flach ansteigenden Weg, an den sich die eigentliche Rampe anschließt. Als Stahlkonstruktion mit Zwischenpodesten überbrückt sie den weiteren Höhenunterschied bis zu einem Steg, der über denTiefhof der Anlieferung hinweg verläuft und auf der Terrasse endet. Die Rampe besteht aus drei brückenartigen Elementen, die zwischen vier Podesten angebracht sind. Die Podeste gründen auf Rundstützen aus Stahl. Die einzelnen Teile – also Stützen, Träger, Steifen, Bodenbleche etc. – wurden weitestgehend vorgefertigt zur Baustelle geliefert, um dort vor Ort montiert zu werden. Die geschwungene Form der Rampe umkurvt geschickt den vorhandenen Baumbestand, so dass nur ein Baum gefällt werden musste.

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Schwellenloser Übergang

Barrierefreiheit im Staffelgeschoss

Schwellenloser Zugang zur Terrasse in Holzbauweise

Schwellenloser Zugang zur Terrasse in Holzbauweise
(Quelle: WOLFIN Bautechnik)

Dachterrassen liegen voll im architektonischen Trend – genauso wie Staffelgeschosse, die den Zugang zu diesen Dachterrassen ermöglichen. Eine Problemzone ist dabei der Türbereich. Dort stehen Barrierefreiheit und bautechnisch korrekte und sichere Ausführung in einem starken Spannungsfeld. Der Zugang zu einer Dachterrasse in Holzbauweise stellt Planer und Handwerker jedoch vor schwierige Herausforderungen. Einerseits gilt es geltende technische Regeln zu Abdichtungshöhen einzuhalten, andererseits bestehen Anforderungen oder Wünsche nach einem barrierefreien Zugang. Bei Flachdächern in Holzbauweise mit Zwischenbalkendämmung ist außerdem der Tauwasserschutz zu beachten. Mit Sonderlösungen im Bereich der Türabdichtung und geeigneten feuchtevariablen Dampfbremsen kann dieses anspruchsvolle Detail gelöst werden.

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Urteil zur Barrierefreiheit #4 – Treppenlift

Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für den Einbau eines Treppenlifts im Haus der verstorbenen Eltern als außergewöhnliche Belastung

Sind die Kosten für einen Treppenlift steuerlich absetzbar?

Im vorliegenden Fall streiten sich die Kinder der verstorbenen Eltern mit der Steuerbehörde über die Abzugsfähigkeit der Kosten eines Treppenlifts als außergewöhnliche Belastungen. Im Dezember 2005 ließen die betagten Eltern einen Treppenlift in ihr selbstgenutztes Einfamilienhaus einbauen. In ihrer Einkommensteuererklärung machten sie die Kosten von rund 18.500 € als außergewöhnliche Belastungen geltend. Zusätzlich legten sie ein ärztliches Attest des Hausarztes vor, das dem Vater bescheinigte, dass ihm Treppensteigen unmöglich sei und eine Schwerbehinderung mit außergewöhnlicher Gehbehinderung gegeben sei. Die Kosten für den Treppenlift wurden dennoch nicht anerkannt, obwohl in den nachfolgenden Einspruchsverfahren weitere Atteste und Bescheinigungen vorgelegt wurden.

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Brandschutz und Barrierefreiheit vereint

Moderne Barrierefreiheit im neuen Leonberger Rathaus mit automatischen Tür- und Fensterlösungen

Atrium

Unerlässlich im Atrium des Neuen Rathauses in Leonberg: Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (Quelle: GEZE GmbH)

Zwischen der historischen Altstadt und der „Neuen Stadtmitte“ entstand ein großzügiger, sich nach drei Seiten öffnender 9.900-m²-Neubau. In einer parkähnlichen Landschaft mit einem Wandelgarten ist das neue Rathaus ein urbanes Aushängeschild.

Für einen optimalen Bürgerservice in einer hellen offenen Atmosphäre wurden die Verwaltungs- und Funktionsbereiche in einem modernen, puristisch gehaltenen Stadthaus vereint. Wege sind nun kürzer und einfacher, Zugänge barrierefrei. Das Gebäude bietet erhöhte Gebäudesicherheit und ein nachhaltiges Energiekonzept. Mittelpunkt des sechsgeschossigen, teils kreisförmigen Gebäudekomplexes ist das Atrium mit einem großen Glasdach. Das Erdgeschoss beherbergt das zentrale Foyer mit Empfang und Info-Punkt, den unterteilbaren Ratssaal, Räume für die kommunalen Fraktionen und eine Cafeteria. Von hier gelangt man in die galerieartig angelegten Obergeschosse mit den Anlaufstellen für die Bürger und die einzelnen Ämter.

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Neue Bauordnung NRW: Aufschub um 12 Monate?

Wesentliche Änderungen in Sachen Barrierefreiheit neue Bauordnung NRW

Am 14. Dezember 2016 hat der nordrhein-westfälische Landtag die neue Bauordnung NRW endlich beschlossen. Im Vorfeld hatte es kontroverse Diskussionen und zahlreiche Änderungsanträge gegeben – gerade auch rund die geplanten Regelungen in Sachen Barrierefreiheit. Nun soll jedoch der geplante Termin des Inkrafttreten um 12 Monate auf den 28. Dezember 2018 verschoben werden. Der Zeitraum des Moratoriums wird dafür genutzt, um sich mit den einzelnen Vorschriften erneut auseinanderzusetzen. Besonders die umstrittene und gerade erst beschlossene R-Quote (jede 9. Whg. rollstuhlgerecht nach DIN 18040-2) wird dabei wohl erneut auf den Prüfstand kommen.

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Barrierefreies Mehrfamilienhaus in Melle-Gesmold

Komfortables Wohnhaus in Holzbauweise für neun Familien

Grundriss mit Raumaufteilung im EG (Quelle: RMN Architekten, Andreas Niekamp)

Der Bedarf an komfortablem Wohnraum ist hoch, auch auf dem Land. Viele Menschen denken schon frühzeitig darüber nach, wie sie lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden wohnen können. Eine große Erleichterung kann ein Aufzug im Haus bedeuten, ebenso große Türen und Eingangsbereiche sowie schwellenlose Übergänge. Große Balkone zur Verbindung von Wohnung und Freiraum nach draußen sind gefragt. Lichtdurchflutete Räume mit angenehm aufgeteilten, großen Fensterflächen. Privatsphäre auch im Mehrfamilienhaus wird immer wichtiger. Die Menschen lieben den Kontakt und die Möglichkeit zur Kommunikation, schätzen aber gleichzeitig die Privatsphäre und Ruhe in den eigenen Räumlichkeiten. Diese und ähnliche Vorüberlegungen haben Herrn Architekt Niekamp sowie das Holzbauunternehmen Heggemann bei der Planung des Mehrfamilien-Holzhauses in Gesmold beschäftigt.

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